Jurys

Die Jury | Europäischer Spielfilmwettbewerb

Johan Bunt
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Geboren 1949, Filmkurator aus Deventer, Niederlande. Er gehörte zu den Gründern des Filmhuis De Keizer, dem Arthouse-Kino in Deventer. Seit 1995 Zusammenarbeit mit der Filmwerkstatt Münster und Gründungsmitglied der „Stichting film|spiegel“, die den Austausch niederländischer und deutscher Filmprojekte in den Nachbarländern fördert. Er arbeitet als Berater für Arthouse-Kinos in den niederländischen Provinzen Gelderland und Overijssel und gibt regelmäßig Filmeinführungen und programmiert Filmreihen im Filmtheater in Deventer. Das Filmfestival Münster begleitet er seit vielen Jahren als Ideengeber und Moderator des niederländischen Programms und es wurde höchste Zeit, ihn endlich auch in die Jury zu berufen. Das Filmfest Osnabrück hatte diese Idee allerdings schon vor zehn Jahren …

Götz Otto
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Geboren 1967 in Offenbach. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz und der Otto Falckenberg Schule München. Erste Film- und TV-Rollen sowie Theaterengagements ab den frühen 1990ern, u.a. „Kleine Haie“ (1991) von Sönke Wortmann und „Schindlers Liste“ (1993) von Steven Spielberg. Internationaler Durchbruch mit dem James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ (1997). Aber auch in deutschen Filmen spielte er prägnante Rollen: in Joseph Vilsmaiers „Marlene“ (2000) verkörperte er Gary Cooper, in „Der Untergang“ (2004) von Oliver Hirschbiegel war er als SS-Mann zu sehen, in Dominik Grafs „Die geliebten Schwestern“ (2014) als Goethe. Weitere Kinorollen in der Kultkomödie „Iron Sky“ (2012), in „Cloud Atlas“ (2012) von den Wachowskis und „Tod den Hippies!“ (2015) von Oskar Roehler.

Herbert Schwering
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Geboren 1959 in Epe/Westfalen. Ausbildung als Journalist und M.A. in Kommunikationswissenschaft, Politik und Pädagogik an der WWU Münster. Festivalleitung der „Filmzwerge Münster“ in den Jahren 1988 und 1990. Von 1993 bis 1997 Geschäftsführer der Filmwerkstatt Münster. Als Autor und Producer für diverse Filmproduktionen gründete er 1993 ICON FILM und ging damit 1998 nach Köln, 2007 firmierte die Firma um in die COIN FILM GmbH. Seitdem Produktion von über 40 Dokumentar- und Spielfilmen für TV und Kino. Von 1998 bis 2003 Dozent an der Kunsthochschule für Medien Köln mit dem Schwerpunkt „Kreatives Produzieren“, Jurymitglied in Kommissionen des BKM und der FFA, Vorstandsmitglied des Film- und Medienverband NRW, Mitglied der Deutschen Filmakademie und der European Filmacademy, Teilnehmer am EAVE + Programm, seit 2005 Produzent im europäischen Produzentennetzwerk "Atéliers du Cinéma Européen (ACEE). Zu seinen bekanntesten Produktionen zählen „Milch und Honig aus Rotfront“ (2001), „Fickende Fische“ (2002), „Die Erfindung der Liebe“ (2014, Regiepreis beim Filmfestival Münster) und „Der Kuaför aus der Keupstraße“ (2015). Insbesondere seine internationalen Ko-Produktionen wie „Lost and Found“ (2005), „Oben ist es still“ (2013), „Iraqi Odyssey“ (2015) und „Mr. Gay Syria“ (2017) liefen bei den bedeutenden Festivals. Allein mit den Niederlanden koproduzierte er zwischen 2010 und 2018 sechs Kinofilme. Im November 2019 startet mit „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“ seine neueste Produktion bundesweit in den Kinos, der seine Premiere auf der diesjährigen Berlinale hatte.




Die Jury | Europäischer Kurzfilmwettbewerb

Anna Eijsbouts
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Anna Eijsbouts ist eine niederländische Regisseurin und Animatorin, die sich auf Puppen- und Cut-Out-Stop-Motion-Animationen spezialisiert hat. Darüber hinaus ist sie Dozentin an der Utrecht School of the Arts in Animation and Illustration und Kuratorin für das Kaboom Animation Festival. Anna hat mehrere preisgekrönte Filme gedreht, zuletzt „Hate for Sale“ (2017) und „Voting in the EU“ (2019). Ihre Arbeit ist eng mit persönlichen oder politischen Leidenschaften verbunden. Sie arbeitet am liebsten, wenn sie eine Figur mit einer Geschichte entdeckt, an die sie sich klammern und eine Weile stalken kann. Sowohl ihre Kurzfilme als auch ihre kommerziellen Arbeiten sind somit stets auch intime Charakterstudien. Anna schloss 2012 mit einem MA in Animation am Royal College of Art ab, nachdem sie 2010 einen BA in Animation an der Utrecht School of the Arts erworben hatte und lebt derzeit in Amsterdam.

Patrycja Płanik
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Fotografin, bildende Künstlerin, Schauspielerin. Sie studierte Fotografie am PWSFTViT in Lodz. Sie war Mitbegründerin eines unabhängigen Festivals für zeitgenössischen Tanz in Polen: The International Maat Festival. Sie produzierte dokumentarische Kurzfilme über Tänzer, die mit diesem Festival verbunden sind. Das Projekt wurde in Polen, Japan und Israel realisiert. Sie arbeitete unter anderem mit dem Nowy Theater Kazimierz Dejmek in Łódź, Teatr Nowy in Poznań und TR Warszawa zusammen. Außerdem betreibt sie den Blog: „Do not spoil your body with nudity.“, ein ironischer Kommentar über die kritische Haltung polnischer Politiker gegen Kunstprojekte, die Nacktheit enthalten. Im Jahr 2016 wurde sie für die Titelrolle in Andreas Horvaths Spielfilm „Lillian“ besetzt, der 2019 in Cannes Premiere hatte. Sie erhielt den Preis für die beste weibliche Performance (Blauer Engel) beim 27. Kunstfilmfestival in der Slowakei.

Boris Seewald
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Boris Seewald ist Regisseur und Editor und sucht seine Ausdrucksform in der Illustration von Rhythmus und Musik. Er studierte Regie an der Filmarche Berlin und Filmwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sein Kurzfilm „Momentum“ und die Musikvideos „The Feast“, „Spark“ und „Disco“ haben etliche Preise gewonnen, u.a. den Cinedans Dioraphte Jury Award, den WDR Förderpreis beim Filmfestival Münster und den IMZ Preis für den besten Tanzfilm. Seitdem ist er freiberuflich als Regisseur und in der Postproduktion für Image- und Werbefilme tätig. Die für das Konzerthaus Berlin umgesetzte Webclip-Serie #klangberlins ging viral und erntete etliche Preise, wie den ADC-Peak des Jahres, einer Auszeichnung in Gold beim Cannes Corporate Media + TV Award und viele mehr. Boris Seewald lebt mit seiner Familie in Berlin.



Die Jury | Westfalen Connection

Andrea Hansen
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1970 in Oberhausen, der Stadt der Internationalen Kurzfilmtage, geboren. Sie hat Medienwissenschaften studiert und ist gelernte Fernsehredakteurin. Ihre Laufbahn begann sie aber bei der Neuen Ruhr Zeitung – als Kinokritikerin. Seit 1998 lebt und arbeitet sie als freie Journalistin in Münster und produziert z.B. für die tagesaktuelle WDR-Sendung „Lokalzeit Münsterland“ Beiträge. Erste Jury-Erfahrung hat sie bei der Landesanstalt für Medien in der Jury des „Vor Ort NRW-Preises" für lokalen Onlinejournalismus gesammelt – außerdem moderiert sie Veranstaltungen – auch hin und wieder Preisverleihungen.

Mark Lorei
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Geboren 1986 in Bocholt. Er studierte Geschichte an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster mit dem Schwerpunkt Visual History. 2008 gründete er das Filmkollektiv „fettepolarelipide filme“, in dem er bis 2015 über 20 Kurz- und Experimentalfilme realisierte. Von 2015 bis 2017 absolvierte er ein Volontariat im LWL-Medienzentrum für Westfalen. Parallel dazu produzierte er den Historienkurzspielfilm „Sieben Stecknadeln“. Mark Lorei arbeitet als Filmemacher, Autor und Historiker. Aktuell realisiert er die fiktionale Webserie „Haus Kummerveldt“.

Jassin Makoul
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Geboren 1998 in Münster. Psychologie-Studium an der Fachhochschule Münster, Mitglied im Vorstand des Radio Kaktus Münster e.V., dort verschiedene Medien-Workshops mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Außerdem ehrenamtlich tätig bei dem Projekt Leinwandbegegnungen in der Kurbelkiste. 2019 Gründung der eigenen Filmproduktion Black Coffee Films.

Julius Noack
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Geboren 1986 in Neustadt, nähe Hannover. Studium der Philosophie, Germanistik und Kulturpoetik/Komparatistik an der WWU Münster. Gründungsmitglied und Designer des Cineclubs im Rahmen der Graduiertenschule „Practices of Literature“, zusätzliche Arbeiten als Autor, Tutor, Lektor und Fotograf.

Max Poehlke
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Max Poehlke hat im Rahmen seines Film-Studiums an der DEKRA Hochschule für Medien in Berlin bereits diverse Kurz- und Dokumentarfilme realisiert. Sein Dokumentarfilm „Searching for Schrippenmutti“ war der Eröffnungsfilm auf dem Verona Video Festival 2015. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete Poehlke regelmäßig als Regie-Assistent bei Kino- und Fernsehfilmproduktionen im In- und Ausland und hospitierte in der Regie am Theater Münster. Momentan absolviert Max Poehlke sein Master-Studium Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.