„Let's Talk Movies“: über Film ins Gespräch kommen … bei der 18. Ausgabe des Filmfestivals Münster im Schloßtheater

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Bunt, wild, spannend und sehr bewegend – fünf aufregende Festivaltage und -nächte verspricht das Filmfestival Münster 2019 vom 18. bis 22. September seinen Zuschauern. Innovatives Kino aus ganz Europa und aus der nächsten Nachbarschaft wird in drei Wettbewerbs-Sektionen präsentiert, ergänzt durch vielfältige Rahmenprogramme. Und im gemütlichen Schloßtheater-Foyer kommen die Zuschauer schnell mit den Filmgästen aus ganz Europa ins Gespräch.

Allein für den Kurzfilmwettbewerb wurde die Rekordzahl von 1.300 Filmen eingereicht und in einem schweißtreibenden Sommer-Sichtungs-Marathon ausgewertet. Zahlreiche Neuerungen haben in diesem Jahr die Programmgestaltung bestimmt: Der Kurzfilmwettbewerb kommt jetzt nicht mehr nur aus dem deutschsprachigen Raum, sondern aus 14 europäischen Ländern und im Europäischen Spielfilmwettbewerb konkurrieren ausschließlich Debütfilme um den Preis für die beste Regie.

„Let’s Talk Movies“ macht als neue Programmsektion mit ausgewählten Dokumentarfilmen und Gesprächsrunden den Kulturort Kino und die Filmgeschichte zum Thema. Die Deutschlandpremiere von Elizabeth Sankeys Doku „Romantic Comedy“ hinterfragt die Funktionsweise amerikanischer Liebeskomödien, mit Daniel Huhns „HeimatKino“ geht es um Gegenwart und Zukunft der Kinokultur in der Region und mit ersten Einblicken in Mark Loreis Webserie „Haus Kummerveldt“ wird aufgezeigt, wie anhand von begleitenden Video-Blogs und einer ausgefeilten Social-Media-Strategie neue crossmediale Wege beschritten werden können.

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"Romantic Comedy" von Elizabeth Sankey

Vieles aus den vergangenen Jahren hat natürlich weiterhin Bestand: In der Sektion Westfalen Connection sucht das Filmfestival den besten aktuellen Film aus der Region. Zwölf Filme sind zu sehen, u.a. eine brandneue Festivaledition von „Münster Above“. Zu später Stunde sorgt die Reihe „Nightwatch“ mit blutigen Rachephantasien und hintergründiger Komik für Nervenkitzel. In Kooperation mit dem Frauen*Kollektiv Münster präsentiert das Filmfestival zudem eine Ausstellung zur Frage des „queerfeministischen Wir“, ergänzt um Vorträge und Diskussionsrunden.

Im deutschlandweit einmaligen Länderschwerpunkt „Focus NL“ zollt das Filmfestival Münster mit einer Retroreihe zwei vor kurzem verstorbenen Größen des niederländischen und internationalen Films Tribut: dem Kameramann Robby Müller und dem Schauspieler Rutger Hauer. Beide waren Gäste des Filmfestivals Münster. Weitere US-Filme mit Rutger Hauer zeigt der filmclub Münster bereits im Vorfeld des Festivals.

Mehr als 70 Filme zwischen zweieinhalb Minuten und zweieinhalb Stunden Länge werden an den fünf Festivaltagen vom 18. bis 22. September im Schloßtheater Münster zu sehen sein. Filmbegeisterte Dauerkucker können in Kürze neben den Einzeltickets auch einen Festivalpass für alle Vorstellungen an der Kinokasse erwerben.

  • Das Filmfestival Münster wird gefördert von der Stadt Münster, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Filmstiftung NRW.
  • Vier Preise werden vergeben: Der Preis für die beste Regie im Europäischen Spielfilmwettbewerb, dotiert mit 5.000 Euro, der Große Preis der Filmwerkstatt im Kurzfilmwettbewerb mit 3.000 Euro sowie der Publikumspreis im Kurzfilmwettbewerb in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet von den Münsterschen Filmtheater-Betrieben. Die Westfalen Initiative stiftet 500 Euro für den Preis der Westfalen Connection.