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Ausstellung: Das queerfeministische „Wir“?

Ausstellung: 14. - 21.9.2019
Ort: Neubrückenstr. 24
Eröffnung: 14.9., 20 Uhr

Das queerfeministische Frauen*Kollektiv Münster lädt zu einer Ausstellung und einem Vortrag ein. Mit beiden Veranstaltungen wird versucht die Frage, nach einem queerfeministischen* Blick zu beantworten. Und wenn ja, was macht diese Perspektive aus? Und wie kann sie intersektional gedacht werden?

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Die Künstler*innen Fatima & Rabia Çalışkan, Daphne Klein, Leila Orth und Luka Staab haben sich mit diesem "Wir" auseinandergesetzt. "Wir" sind verunsichert. Am Ende der Verunsicherung steht eine Ausstellung. Die unterschiedlichen Positionen kommen miteinander ins Gespräch. Es geht um Repräsentanz, Körper, Identität, Selbstinszenierung, Geschichte(n).

Fatima Çalışkan ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin. Ihre künstlerische Arbeit ist vor allem auf der Bühne zu finden als Performance, szenische Lesung oder Tanztheater. Dabei bearbeitet sie die Themen Körper und Identität, Herkunft und Geschlecht. Rabia Çalışkan studiert Freie Kunst an der HfK Bremen und der Kunstakademie Münster. In ihren Videoarbeiten werden sensible Beobachtungen des Alltags zu (fiktiven) Erzählungen über Enttäuschung und Täuschung. Gemeinsam realisieren sie Videoarbeiten mit performativen Inhalten, die so eine Schnittstelle zwischen ihren individuellen Werken darstellen.

Daphne Klein sucht in Videoarbeiten nach Formen der Dekonstruktion von Repräsentation. In metaphorisch aufgeladenen Inszenierungen von Räumen die wirken wie verlassene Filmsets, sucht sie das (Nicht-)Lebewesen. In der Ehrlichkeit der offensichtlichen Inszenierung, zwischen Realität und Hyperrealität.
Auch machte sie schon Musikvideos und feministischen Porno. Zurzeit ist sie Meisterschülerin bei Prof. Mik an der Kunstakademie Münster.

Leila Orth arbeitet mit Fotografie und Performance
mit Zeit, Maskerade, Fantasien und Personen

documentation of time

my fantasy
my imagine
my love for thoughts

for something which is
not there.
(never will be)
never

never
never

Luka Staab:
Es gibt sie, die vergessenen Geschichten. Es gibt sie, die unerhörten Stimmen und ungesehenen Gesichter.
Wir müssen nichts neu erfinden, aber (uns) (wieder) zusammensetzen. Wir brauchen neue Allianzen, solidarische Verbindungen. Zeit- & Denkräume sind die Bedingung für kollektives Tagträumen.

- Ich bin die kleinste Schachtel und in mir liegen drei Murmeln. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert?

Das Frauen*Kollektiv Münster versteht sich als offenes, feministisches* Kollektiv, das Arbeit von und für FLTI*-Personen in Kultur und Politik macht – lokal in Münster. Seit 2017 ist es unser Ziel, Bildungsarbeit zu leisten, Handlungsräume und Plattformen zu schaffen für Menschen, die von Diskriminierungserfahrungen betroffen sind und strukturell benachteiligt werden. Wir möchten Sexismus im öffentlichen Raum und im Kulturbereich bekämpfen. Dazu haben wir unter anderem Konzerte, Workshops, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen organisiert.

Gefördert vom Amt für Gleichstellung Münster, dem Autonomes Frauen*Referat des AStA der Uni Münster und dem AStA der Kunstakademie Münster.

[*] Eine Definition von FLTI* ist: Frauen*, Lesben*, Trans*- und Inter*-Menschen, Sammelbegriff für Personen mit Sexismuserfahrung[*]. Das * bedeutet für uns, dass Menschen, die sich nicht in einem der genannten Gender[*] repräsentiert finden, aber trotzdem von Sexismus[*]erfahrungen betroffen sind[*] auch Teil dieser Gruppe sind, wenn sie sich als Teil dieser Gruppe definieren. Dazu gehören zum Beispiel nicht-binäre, genderqueere oder agender Personen.