"New Film Generation" - Kurzfilme von Kids

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Eigene Filme ins Internet zu stellen ist für junge Leute heutzutage alltäglich, nicht jedoch, sie auf der Kinoleinwand zu sehen. Die "New Film Generation " aus Münster hat beim 17. Filmfestival Gelegenheit dazu. Über 30 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren haben im Sommer bei den vier Kulturrucksack - Workshops der Filmwerkstatt mitgemacht und ihre Lieblingsorte in der Stadt filmisch festgehalten. Die Ergebnisse sind am Samstag (7.Oktober) um 14 Uhr im Schlosstheater zu sehen.


Einer der besonderen Film-Orte ist der Dom. "Es war ganz schön anstrengend, die Kamera immer gerade zu halten und hinter dem Küster herzulaufen", erinnert sich Lukas an die Dreharbeiten. Der Zwölfjährige hat mit vier anderen Jungen aus Münster eine Dokumentation über den Dom gefilmt. Von der Idee bis zum fertigen Schnitt haben sie dabei alles selbst gemacht, begleitet von Workshop-Leiter Julian Isfort.
Wie umfangreich die Vorbereitungen sind, hat die jungen Filmemacher überrascht. Einfach so mit der Kamera in das Gotteshaus zu spazieren, ging nämlich nicht. "Wir haben vorher eine Drehgenehmigung beim Bistum einholen müssen", erklärt Isfort. Und alle haben sich gefreut, dass das so problemlos klappte. "Bei den Dreharbeiten haben sich dann alle so gut benommen und waren so interessiert dabei, dass wir mehr drehen dürften als anfangs gedacht", erzählt Isfort.

Vorschaubild für Vorschaubild für ff17_wc_nfg003.JPGWorkshop-Leiter Julian Isford mit einem jungen Filmemacher im Dom

So interviewen die jungen Filmemacher nicht nur den Küster und drehten im Innenraum der Kirche, sie durften auch dorthin, wo Besucher keinen Zutritt haben . "Da gab es eine Treppe in einer Wand und einen Geheimgang", erzählt der elfjährige Ole. Und einen ganz besonderen Technikraum: für die Live - Übertragungen der Messen im Internet. "Ich hätte nicht gedacht,dass die Dreharbeiten so cool werden",meint Ole. Und Mitfilmer Ben fasst scherzend zusammen: "Wir waren Superheroes!"
Auch im Schneideraum hatten sie Spaß, vor allem an den vielen Tricks, die möglich sind: "Es ist total witzig, den Film rückwärts anzuschauen", waren sich alle einig. Erfahrungen mit Videos haben sie schon fast alle gemacht:"Man kann Filme einfach mit dem Handy drehen und schneiden", erklären sie. Ob sie tatsächlich später Cutter, Kameramann oder vielleicht doch Schauspieler werden, wissen die Jungen noch nicht so genau. Dokumentationen finden Sie jedenfalls gut - und gucken sie gerne. Selbst eine drehen zu dürfen - mit schwerer Kamera, schwerem Stativ und dem exklusiven Blick "hinter die Kulissen ": "Das war schon aufregend!" Und wie wäre es mit einem Oscar? Ole winkt ab:"Haben wir schon, den kann man im Internet bestellen."

Zu sehen ist der Film über den Dom sowie andere Filme, die bei den Kulturrucksack - Workshops entstanden sind, am Samstag (7. OKTOBER) um 14 Uhr im Schlosstheater. (Eintritt 3 Euro)