Die Jury für den Kurzfilmwettbewerb steht fest

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Für den traditionellen Kurzfilmwettbewerb des 17. Filmfestivals Münster, der sich an Filmemacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet, steht die Jury nun fest. Drei Kulturschaffende haben bei der 17. Festivalausgabe die Qual der Wahl, aus den 32 Filmen den Gewinner des mit 3.000 Euro dotierten Großen Preises der Filmwerkstatt zu ermitteln.

Leider wird der Förderpreis des WDR in diesem Jahr nicht mehr vergeben. Die vom WDR im vergangenen Jahr beschlossenen Sparbemühungen treffen das Filmfestival Münster hart. Der Preis und das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro fallen weg. Dem Interesse der Kurzfilmmacher am Festival hat dies nicht geschadet, wie die rekordverdächtige Höhe der Einreichungen bewiesen hat.

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Wanja Mues (Foto: Stefan Klüter), Kristina Scepanski (Foto: Hanna Neander), Matthias Kutschmann (Foto: Wolfgang Ennenbach)

Aus Berlin reist der Schauspieler Wanja Mues für die Kurzfilm-Jury an. Im Kino war er unter anderem in „Blueprint“, der „Bourne Verschwörung“ und zuletzt in „Hedda“ zu sehen. Krimifans ist er nicht nur aus dem „Tatort“ bekannt: Im ZDF-Freitagskrimi „Ein Fall für zwei“ hat er die Rolle des Privatdetektivs Leo Oswald übernommen und als Kommissar Max Morolf ermittelt er in der Serie „Stralsund“.

Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Kristina Scepanski lebt in Münster und leitet seit 2013 den Westfälischen Kunstverein. Dort realisiert sie neben Ausstellungen von internationalen KünstlerInnen wie zuletzt Camille Henrot, Cosima von Bonin und Tom Burr auch thematische Filmreihen, wie etwa zu Chantal Akerman in Kooperation mit dem Filmclub Münster.

Matthias Kutschmann studierte Film-, Fernseh- und Theaterwissenschaften sowie Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Bochum und erhielt ein Film-Stipendium an der Faculty of Arts der University of Glasgow. Nach seinem Abschluss nahm Kutschmann 1998 ein Regiestudium an der HFF München auf. Sein Abschlussfilm "Solo ohne Ende" (2002) wurde bei den Hofer Filmtagen uraufgeführt, lief im Wettbewerb des Max Ophüls Festivals und erhielt beim Würzburger Filmfest den Publikumspreis. Er arbeitet als freier Autor, Regisseur und Kabarettist. Als „Horst Schulze Entrum“ erhielt er 2014 den Kabarett-Preis „Silberner Rostocker Koggenzieher“. 2016 verfilmte er mit "Radio Heimat – Damals war auch scheiße!" als Drehbuchautor und Regisseur gleich zwei Bücher von Frank Goosen.

Gemeinsam mit dem Publikum wird die Jury während des Filmfestivals vom 4.-8. Oktober 2017 im Schloßtheater die Kurzfilme sichten.