Kurz und gut - 32 Filme im Kurzfilmwettbewerb

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Noch nie wurden so viele Filme für den Kurzfilmwettbewerb des Filmfestivals Münster eingereicht wie in diesem Jahr. Mehr als 640 hat die fünfköpfige Sichtungskommission angeschaut - normalerwiese sind es 500. Jetzt hat die Kommission 32 Werke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Sie laufen in sechs Programmblöcken beim Filmfestival Münster, das vom 4. bis 8. Oktober im Schloßtheater Münster stattfindet. Neben der Jury werden auch wieder die Zuschauer die Favoriten küren. Die Münsterschen Filmtheater-Betriebe stiften den Publikumspreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

"Die Vielfalt der Wettbewerbsbeiträge war noch nie so groß", sagt Risna Olthuis, die gemeinsam mit Carsten Happe das Filmfestival leitet. "Neben den klassischen Kurzspielfilmen gehen viele Filmemacher innovative Wege und wählen aufregende, neue Perspektiven, um ihre Geschichten zu erzählen." So wird es das allererste Action-Musical und die fehlerhafteste Computer-Animation zu sehen geben, die schrägste Interpretation von "Carmina Burana" sowie die aufwendigste Zeichentrick-Handarbeit, die jemals für einen Zweiminüter angefertigt wurde.

Zudem sind zahlreiche Preisträger anderer Festivals erstmals in Münster zu sehen. Mit der skurrilen Beziehungskomödie "Nicole's Cage" von Josef Brandl geht der frischgekürte Gewinner der Shocking Shorts Awards, einem Preis für den besten Kurzfilm im Genre Action, Krimi, Mystery und Horror, ins Rennen. Und der Animationsfilm "Ayny - My Second Eye" von Ahmad Saleh, Absolvent der Kunsthochschule für Medien Köln, gewann bereits den Studenten-Oscar.

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"Nicole's Cage" von Josef Brandl (c) Skalarfilm

Der Kurzfilmwettbewerb ist seit mehr als 35 Jahren das Herzstück des Festivals, das seit 1981 von der Filmwerkstatt Münster ausgerichtet wird. Insbesondere durch seine unkonventionelle Auswahl wurden immer wieder vielversprechende Talente entdeckt, die beim Filmfestival Münster einen ihrer ersten Preise erhielten und die später eine Karriere mit vielen Auszeichnungen machten. Beim letzten Festival vor zwei Jahren war etwa Patrick Vollrath mit seinem Film "Alles wird gut" unter den Gewinnern, der wenige Monate später für den Kurzfilm-Oscar nominiert wurde.

Die Wettbewerbsbeiträge in alphabetischer Reihenfolge:

Afterword (D 2017) von Boris Seewald
Ayny - My Second Eye (D 2016) von Ahmad Saleh
Bier & Calippo (A 2017) von Paul Ploberger
Blind Audition (D 2017) von Andreas Kessler
Connect (D 2016) von Hi-Jeong So
Der Junge im Meer (D 2016) von Friedrich Tiedtke
Die Hochzeit (A 2016) von Sebastian Mayr
Digital Immigrants (CH 2016) von Dennis Stauffer & Norbert Kottmann
Disco (D 2016) von Boris Seewald
Eine Villa mit Pinien (D 2016) von Jan Koester
Emily Must Wait (D 2016) von Christian Wittmoser
Final Stage (D 2017) von Nicolaas Schmidt
Flying (D 2016) von Marcus Hanisch
Hard Way - The Action Musical (D 2017) von Daniel Vogelmann
Hyphe Myzel Hype (CH 2017) von Franziska Schläpfer
Jamais-vu (D 2016) von Werner Biedermann
Jenny (D 2016) von Lea Becker
Kaputt (D 2016) von Volker Schlecht & Alexander Lahl
La Cigale et la Fourmi (D 2016) von Julia Ritschel
Metube 2 - August sings Carmina Burana (A 2016) von Daniel Moshel
Nicole's Cage (D 2017) von Josef Brandl
Obst & Gemüse (D 2017) von Duc Ngo Ngoc
Ocean Hill Drive (D 2016) von Miriam Gossing & Lina Sieckmann
Petrichor (A 2016) von Nicola von Leffern & Martyna Trepczyk
Queen of the Castle (D 2016) von Felix Klee
Reflecting Black (D 2016) von Jan Utecht
Ruah (CH 2016) von Flurin Giger
The Demon, The Flow and Me (D 2016) von Rocco Di Mento
The Glasshouse (CH 2017) von Gianna Arni
Ugly (D 2017) von Nikita Diakur
Urban Audio Spectrum (D 2016) von Marina Schnider
Zentralmuseum (D 2016) von Jochen Kuhn